Etwa 300 bis 400 Besucher:innen und 20 Initiativen und Projekte machten das Kiezfest am 12.09.26 in der Akazienstraße zu einem ganz besonderen Erlebnis für Kinder und für Erwachsene. Die Bühne dafür bereitete die auf einer Länge von 125 m autofreie Akazienstraße. Beim Kiezfest ging es nicht ums Konsumieren, sondern ums Spielen, um Mitmachangebote sowie um das Informie-ren und den gemeinsamen Austausch. Darüber hinaus wurden Wünsche und Visionen für ein gutes Zusammenleben im Kiez und für eine zukunftstaugliche Gestaltung gesammelt – für einen Kiez ohne Ausgrenzung und ohne Diskriminierung!
Hier einige O-Töne von Besucher:innen vom Kiezfest:
Das ist ein Kindertraum. Jedes Kind auf der Welt sollte so etwas haben.
Es ist wunderbar zu sehen, wie Menschen zusammenkommen und ihre Zeit dafür ein-setzen, diesen Ort noch lebenswerter zu machen.<<Ein tolles Fest! Besser geht´s nicht.
Es ist gerade jetzt besonders wichtig, sich zu zeigen, die Solidarität zu spüren, das friedliche, lebhafte Miteinander zu stärken, zu achten, zu fördern.
Das Kiezfest wurde von Schöneberger Initiativen und von der Mobilen Stadtteilarbeit Kiezoase organisiert und von der Regionalkasse Tempelhof-Schöneberg gefördert. Insgesamt haben 20 Initiativen, Projekte und viele Engagierte bei der Vorbereitung und Durch-führung unterstützt und für generationenübergreifende Mitmachangebote gesorgt:
- am Stand des Akazienkiezblocks wurden Ideen für ein gutes Klima rund um die Apos-tel-Paulus-Kirche gesammelt
- bei Fuss e.V. T-S ging es in Gesprächen v.a. um bessere Mobilitätsangebote für Fuß-gänger:innen
- an die Blätter der Wunschblume der Initiative Tramdepot konnten kleine und große Menschen ihre Ideen und Visionen für den Kiez der Zukunft und die Nachnutzung des ehemaligen Straßenbahndepots in der Belziger Straße heften
- die Initiative Stolpersteine T-S trägt mit der Verlegung von Stolpersteinen und mit Veranstaltungen dazu bei, dass wir für heute aus der Vergangenheit lernen können
- beim Brot-und-Flammkuchen-Backen im mobilen Ofen von Nachbarschaftsbrot.org sind viele Menschen ins Gespräch gekommen
- Tipps rund um das Thema Fahrradreparaturen in nachbarschaftlicher Selbsthilfe gab es beim Projekt „kleine Fahrradreparaturen“
- das Team von „Ich höre zu“ hatte ein offenes Ohr für Anliegen, Sorgen, Visionen …
- ein kleines Glücksrad, Info-Material und zahlreiche Gespräche gab es am Stand der Omas gegen Rechts Tempelhof-Schöneberg
- das Team Paulusgarten, das den Gemeinschaftsgarten an der Kirche gestaltet, infor-mierte über regelmäßige Treffen zur Pflege des Gartens und lädt zum Mitmachen ein
- kreative und nachhaltige Bastelangebote für Kids gab es beim Projekt „Zauberhafte Physik“ (Bürgerstiftung)
- das Stadtteilzentrum Schöneberg war mit einer Rikscha (Mobilitätshilfe) und einem Spielangebot für Kids auf dem Fest und informierte über Angebote
- beim Kunstkollektiv Atelier Ser konnten Kids und Erwachsene ihre Visionen für den Kiez in Kiezkarten eintragen und diese als großformatige Siebdruck-Plakate für sich erstellen und mitnehmen
- eine weitere Attraktion bot das Spaß-Lastenlaufrad-Rennen für Kids vom Fahrradladen TYPE und von Super Mighty
- AHA-Berlin e.V. zeigte Beispiele queerer Kultur im Kiez
- am Stand des Projekts „Schule macht: Kiez der Zukunft“ (Spreewaldgrundschule) wurden die Ergebnisse des Demokratieprojekts kunstvoll von Schüler:innen präsentiert
- der „Raum für Beteiligung“ informierte über Beteiligungsmöglichkeiten bei Planungen und Projekten in Tempelhof-Schöneberg
- die „Gemeinwohlbau“ zeigte kreative Lösungen, wie bezahlbarer Wohnraum entste-hen kann, wenn Baulücken genutzt werden
- „Parkläufer:innen“ und „Nachtlichter“ (SI hoch3) informierten über ihre Arbeit und hat-ten ein offenes Ohr für die Anliegen der Nachbar:innen
- ein ganz praktisches Bild von den Zielen der Wärmewende konnte sich Interessierte mit der Wärmebildkamera am Stand der AG Wärmwende Schöneberg Nord machen und sich über die Wärmewende in Schöneberg informieren
- die Mobile Stadtteilarbeit Kiezoase und das Nachbarschafts- und Familienzentrum Kiezoase (PFH) informierten über zahlreiche Angebote für Nachbar:innen und Interessierte; miteinander für einen sozialen Kiez & für Respekt


Als Fazit bleibt: So könnte Kiez, Stadt und Gesellschaft sein, wenn Straßen zu sozialen Räumen des Miteinanders werden!
Wenn viele aktiv mit anpacken, freuen wir uns schon auf das nächste Fest im kommenden Jahr.
Kontakt für Fragen und Zusammenarbeit:
Mobile Stadtteilarbeit Kiezoase,
Jörn Brenssell, Tel. 0151 15 07 74 78, E-Mail: joern.brenssell@pfh-berlin.de

