Dieses Silvester keine Böllerei im Schöneberger Norden ?

Eine der 54 Berliner Pyroverbotszonen befindet sich in unserem Kiez. Diese Verbotszone gab es schon letztes Jahr. Sie erstreckt sich von der Pallas in die Goebenstraße und umfasst die Potsdamer Straße zwischen Goeben und Alvensleben sowie die Steinmetzstraße, dort wo sie als Fußgängerzone ausgewiesen ist. Zwei weitere Pyroverbotszonen befinden sich fast unmittelbar nördlich angrenzend. Sie beginnen mit der Potse 130 (Rewe) und schließen die beiden Kreuzungen Potsdamer/Kurfürsten und Potsdamer/Pohlstraße mit ein. Die Zonen reichen immer ca. 50 m in dies Seitenstraße hinein. Dazwischen liegt die Kreuzung Potsdamer/Bülow. Ausgerechnet hier, wo in der Vergangenheit ein BVG-Aufzug auf Silvester zerstört wurde, wäre also das Böllern erlaubt, soweit durch die Feuerwerker nicht eine Ansammlung entsteht, die gegen das Infektionsschutzgesetz verstößt.

Die Polizei hat Pyropverbotszonen auf einer Karte eingezeichnet. Vor Ort sind die Verbotszonen noch nicht kenntlich gemacht. Link zur Karte der Berliner Polizei

Ausschnitt aus der Karte der Polizei

Was genau ist verboten?

Zitat aus der Pressemitteilung des Innensenators vom 23.12.2020:

Auf den folgenden Straßen, Plätzen und Grünanlagen (dann folgt die Aufzählung der 54 Zonen) ist der Aufenthalt und die Verwendung von Feuerwerk und anderen pyrotechnischen Gegenständen verboten. Das Durchqueren der genannten Örtlichkeiten gilt nicht als Aufenthalt. Das Verbot des Aufenthaltes gilt nicht in Notfällen. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass auch außerhalb der ausgewiesenen Verbotszonen ein Abbrennen von Silvesterfeuerwerk keinen triftigen Grund für das Verlassen der eigenen Wohnung im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 4 und Absatz 3 InfSchMV darstellt.

Bei Verstößen soll es Bußgelder bis zu 1000.- € geben können.

Natürlich wird es trotzdem krachen,  man hört es ja jetzt schon in den Tagen zuvor. Ob die Polizei die Böllerei hier im ganzen Kiez kontrollieren kann, ist fraglich. Trotzdem können wir uns auf ein etwas ruhigeres Silvester einstellen als in den letzten Jahren, denn der Nachschub an Munition wurde durch das Verkaufsverbot doch empfindlich gestört.

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