„Man sieht sie, will sich nicht sehen und lebt mittendrin“ – Kiezspaziergang zum Thema Sicherheit im Wohnumfeld

von Claudia Kurtz

Welche Orte im Schöneberger Norden empfinden Sie als schön und welche erleben Sie als unsicher oder gefährlich? Der Quartiersrat fragte die Besucher*innen des Tages der offenen Tür der Stadtteilkoordination im Juni 2021 nach ihren Wohlfühl- und Angstorten. Die Antworten für letztere sind wenig überraschend: Orte, an denen schon Überfälle stattgefunden haben, abgeschiedene Orte ohne soziale Kontrolle und Orte, an denen Probleme mit Drogen, Obdachlosigkeit und Prostitution verstärkt auftreten. Doch wie sieht es dort tatsächlich aus? Welche konkreten Probleme liegen vor und welche Lösungsansätze gibt es? Neun dieser Orte suchten die 25 Teilnehmer*innen auf dem Kiezspaziergang am 24. November 2021 auf, unter ihnen Bewohner*innen, Akteur*innen der Straßensozialarbeit, der Suchthilfekoordination und Kriminalprävention. „„Man sieht sie, will sich nicht sehen und lebt mittendrin“ – Kiezspaziergang zum Thema Sicherheit im Wohnumfeld“ weiterlesen

Am Winterfeldt – ein Fiasko für den Klimaschutz und die soziale Stadtentwicklung

von Matthias Bauer

Arbeiten haben begonnen am ehemaligen AOK-Gebäude an der Pallasstraße. Arbeiter sind dabei, Platten mit Dachpappe und Styropor vom Dach zu schaffen. Bald wird es in das Gebäude hinein regnen, offensichtlich steht der Abriss bevor. Im Sommer vor den Wahlen, war das Bauvorhaben „Am Winterfeldt“ noch hoch umstritten. Es gibt seither eine Onlinepetition gegen den Bau der Luxuswohnungen, Bezirk- und Senat schoben sich gegenseitig die Verantwortung zu.  Keiner wollte derjenige  sein, der das Projekt genehmigen muss. Baustadtrat Oltmann wies die Forderung des Quartiersrates, ein ordentliches Bebauungsplanverfahren durchzuführen, zurück.

„Am Winterfeldt – ein Fiasko für den Klimaschutz und die soziale Stadtentwicklung“ weiterlesen

Kiezspaziergang „Dicke Bretter und Capri-Sonne“- handeln oder ärgern? – wegen Corona auf nächstes Jahr verschoben

Wir alle kennen Dinge und Situationen im Schöneberger Norden, über die wir uns ärgern. Darüber erstmal zu schimpfen, kann sehr befreiend sein. Doch die Situation kehrt wieder und verändert sich nicht.

Kiezspaziergang aufgrund verschärfter Corona-Situation abgesagt.

Am Samstag den 4. Dezember von 14.30 bis 16.30 Uhr  wollen wir einen Kiezspaziergang machen, um zu schauen, ob das auch anders geht. „Kiezspaziergang „Dicke Bretter und Capri-Sonne“- handeln oder ärgern? – wegen Corona auf nächstes Jahr verschoben“ weiterlesen

Wird sich Potsdamer/Ecke Kurfürstenstraße etwas tun?

Gastbeitrag von Jörg Borchardt – zuerst erschienen in MitteNdran, Nr. 38

Ich weiß es auch nicht.
Aber das ist bisher geschehen: Der Investor Till-Oliver Kalähne mit seiner BoB-Gruppe hat die beiden Grundstücke an der Potsdamer/Ecke Kurfürstenstraße gekauft: das Wegert-Haus mit dem LSD und den Woolworth-Flachbau. Er hat hochtrabende Pläne. Zwei Hochhäuser mit 12–14 Stockwerken, es dürfen auch 16
sein. Darin ein „vertikaler Kiez“. Es sollen „lebensnahe“ Dienstleistungen einziehen, Bildungseinrichtungen, aber auch Büros und ein Apartmenthotel. Ideen sind gefragt. „Wird sich Potsdamer/Ecke Kurfürstenstraße etwas tun?“ weiterlesen

Kiezspaziergang zum Thema Sicherheit im Wohnumfeld

Am Mittwoch, 24. November 2021, veranstaltet der Quartiersrat gemeinsam mit der Stadtteilkoordination Schöneberg Nord wieder einen Kiezspaziergang, dieses Mal zum Thema Sicherheit  im Quartier. Treffpunkt ist um 15 Uhr vor dem Büro der Stadtteilkoordination, Pallasstraße 5,  10781 Berlin.

„Kiezspaziergang zum Thema Sicherheit im Wohnumfeld“ weiterlesen

Neue Gehweggestaltung gefährdet die Eichen in der Bülowstraße

Die jahrelange Baustelle haben sie überstanden, die Eichen in der Bülowstraße bei der ehemaligen Commerzbank. Nun wird das Bauen bald beendet sein, zur Zeit wird der Gehweg neu gepflastert. Doch die Arbeiten werden so ausgeführt, dass die Eichen in ihrem Bestand gefährdet werden. Dies befürchtet eine Anwohnerin, Edelgard Achilles. In einem Brief an die noch amtierende Stadträtin, Frau Heiß fordert sie eine bessere Gestaltung des Gehwegs mit größeren Baumscheiben, um die Bäume zu retten. Wir dokumentieren ihren Brief im folgenden. „Neue Gehweggestaltung gefährdet die Eichen in der Bülowstraße“ weiterlesen

Gedenken an Klaus-Jürgen Rattay

von Matthias Bauer

Obiges Bild wurde aufgenommen am 22.09.81 kurz bevor Klaus-Jürgen Rattay auf der Kreuzung Bülow/Potse unter die Räder des BVG-Busses kam. Zu sehen ist, wie die Leute rennen, die Polizisten Knüppel schwingend hinterher. Die Szene spielt sich ab in der Bülowstraße von Westen kommend kurz vor der Kreuzung mit der Potsdamer. Vorstellbar wird, in welcher Verfassung die Leute auf der Kreuzung ankamen. Das Bild stammt aus einem Super-8-Film von Rainer Sauter. Die Person links im Bild ist Gerhard Schuhmacher, der wie sein Freund Rainer Sauter damals mit der Kamera unterwegs war, und dann die Aufnahmen gemacht hat, die zeigen wie Klaus-Jürgen Rattay vom Bus mitgeschleift wurde. Siehe dazu das Interview mit Gerhard Schumacher in der taz vom 18.09.21.

„Gedenken an Klaus-Jürgen Rattay“ weiterlesen