Asbest im ehemaligen AOK-Gebäude – Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt

Am 23. Juni 2022 haben sechs Anwohnerinnen und Anwohner Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt gegen zwei Firmen, die mit der Entsorgung von asbesthaltigen Bauteilen beim Abriss der AKO-Gebäudes in der Pallasstraße 24 beauftragt waren. In dem Schreiben an die Berliner Staatsanwaltschaft heißt es wörtlich:

Wir haben eindeutige Hinweise darauf, dass die (dem Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz) in der objektbezogenen Asbestanzeige angegebenen Arbeiten nicht stattgefunden haben. Das im Antrag beschriebene Gerüst mit dem Bauaufzug war zu keinem Zeitpunkt vor Ort zu sehen. Im angegebenen Zeitraum von November 2021 bis Februar 2022 wurde das Gebäude schon abgerissen. Es ist schlichtweg nicht vorstellbar, dass mit schwerem Gerät Teile des Gebäudes von außen zum Einsturz gebracht werden, während gleichzeitig im Inneren von zwei Personen Bereiche luftdicht abgeschottet werden und unter den beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet wird. Wir müssen davon ausgehen, dass die asbestbelasteten Bauteile nicht ausgebaut und sachgerecht entsorgt wurden, sondern im allgemeinen Bauschutt gelandet sind.
Durch Fotos und Zeugenaussagen kann belegt werden, dass der Abriss des Gebäudes schon ab Ende November begann. Zum Jahreswechsel 2021/2022 war das Gebäude nur noch zur Hälfte vorhanden. Am 8. Februar 2022, dem Datum, bis zu dem die Asbestentsorgungsarbeiten stattfinden sollten, war das Gebäude schon vollständig abgerissen. Im gesamten Zeitraum sind immer wieder Staubwolken beobachtet worden, die höchstwahrscheinlich asbestbelastet waren.

Link zum vollständigen Text der Anzeige, PDF-Dokument

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